Entscheidungshilfe – ein Blick auf die Entwicklung des Fuhrparkmanagements

Entwicklung Fuhrparkmanagements – Ab wann macht es Sinn? 

Wer sollte Ihr Fuhrparkmanagement steuern? Der interne Spezialist oder ein externer Dienstleister? Ein Blick auf die Entwicklung des Fuhrparkmanagements gibt Entscheidungshilfe.

Mit steigender Anzahl an Fahrzeug-Flotten und deren Größe stellen sich immer mehr Unternehmen die Frage, ob es die richtige Entscheidung ist, den Fuhrpark in die Hände eines erfahrenen Dienstleisters zu geben. Immerhin stellt der Fuhrpark nicht selten den zweitgrößten Kostenblock in Unternehmen dar. Sollten Unternehmen nicht in der Lage sein, das Fuhrparkmanagement auch intern zu organisieren?

Zumal: mittlerweile wird ein Teil des Fuhrparkmanagements durch die Full-Service-Leasinggesellschaften und die von Ihnen angebotenen Dienstleistungen abgebildet. Der „Rest“ des Managements müsste doch intern gut zu bewerkstelligen sein. Oder vielleicht nicht?

Blick zurück – die Fahrt beginnt in den 70er Jahren

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 70er und 80er Jahren wuchs die Nachfrage nach Mobilität. Der Firmenwagen begann seinen Siegeszug, der bis heute anhält, aber in den letzten Jahren etwas an Fahrt verloren hat.

Mitarbeiter des Außendienstes besuchten damals Interessenten oder Kunden, Service Techniker stellten Ihre Gerätschaften auf und warteten sie. Wurden die Fahrzeuge anfangs nur geschäftlich zur Verfügung gestellt, kam immer öfter auch der Wunsch auf, diese privat nutzen zu dürfen. Im Unterschied zu heute reichte es damals aus, einen Wagen zur Verfügung zu haben. Heute stehen nicht selten drei Fahrzeuge in der Einfahrt. Das hat die Entwicklung des Fuhrparkmanagements stark beeinflusst.

Es dauerte nicht lange, da entwickelte sich der Firmenwagen zu einem Dienstwagen, der auch zur privaten Nutzung zur Verfügung steht.

Das Automobil wurde mehr und mehr zum Sinnbild des Fortschrittes und des Wirtschaftswachstums. Und der persönliche berufliche Aufstieg wurde häufig am Fahrzeug festgemacht. Der ein oder andere von uns kann sich noch an Gespräche erinnern, die etwa so verliefen:

Haben Sie schon den neuen Dienstwagen von Herrn Müller gesehen, der scheint die Treppe aber ganz schön raufgefallen zu sein.

Das Auto wurde zum Statussymbol der darauffolgenden Jahrzehnte. Der Dienstwagen zu einem wichtigen Gehaltbestandteil, auch für Personen, die gar nicht geschäftlich unterwegs waren.

Mehr Fuhrpark = mehr Verwaltung

Das hatte zur Folge, dass die Anzahl der Fahrzeugflotten und deren Größe unaufhörlich wuchs. In vielen Unternehmen katapultierten sich die Kosten für den Fuhrpark auf Platz zwei der Ausgabenblöcke, gleich hinter die Personalkosten. Im Gegensatz zum Personalmanagement, das in allen Unternehmen bis heute eine wichtige Funktion einnimmt und nicht wegzudenken ist, wurde das Thema Fuhrparkmanagement eher stiefmütterlich behandelt – bis heute.

Oft war man froh, jemanden im Unternehmen auszugucken, der den KFZ Fuhrpark „mitbetreute“, beispielsweise die Dame/ der Herr aus der Buchhaltung, die Assistentin oder der Assistent der Geschäftsführung, aber auch an der Personalabteilung blieb mitunter der Fuhrpark „hängen“.

Was sind die Gründe dafür und warum ist das heute noch so?

Der Dienstwagen als Statussymbol hat viel mit Emotionen zu tun – auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Daran hat sich nichts verändert.

Menschen, die für ein Unternehmen und Mitarbeiter verantwortlich sind, werden immer versuchen, Entscheidungen mit Fakten zu untermauern, nicht unkalkulierbaren Emotionen. Mit Emotionen möchte man schlichtweg nichts zu tun haben. Darum wurde der Fuhrpark im wahrsten Sinne des Wortes irgendwo „geparkt“ und dort betreut. Das ist nicht gerade Das, was man unter Management versteht.

Und bald erkannten die Unternehmen, dass selbst das notwendige Know How für die Verwaltung eines Fuhrparks nicht vorhanden war.

Entwicklung Fuhrparkmanagements: Professionelle Hilfe von außen

Die ersten Fuhrpark Management Gesellschaften (FMG) wurden in den 90er Jahren gegründet, darunter Car Professional, gegründet 1992. Im Gegensatz zu einer Full Service Leasinggesellschaft konzentrierten sich die neuen Unternehmen anfänglich stärker auf den Bereich Kauffuhrpark und dessen Betreuung. Die beiden Unternehmensformen kamen sich damit erst einmal nicht in die Quere.

Ähnlich wie bei den Full Service Leasinggesellschaften, erhielten die Fahrer  Servicekarten, über die sie bestimmte Dienstleistungen beziehen konnten. Der grundlegender Unterschied bestand darin, dass die Fuhrpark Management Gesellschaft nicht das Kostenrisiko während einer Laufzeit übernahm. Es wurde vor allem das Know How verkauft, eingehende Rechnungen prüfen zu können und gegebenenfalls zu kürzen. Kosten wurden 1:1 weiterbelastet. Das galt auch im Bereich Reifen.

Aufgrund der stetig wachsenden Anzahl an Fahrzeugen konnten diese Gesellschaften, ähnlich wie die Leasinggesellschaften, Ihre Marktmacht gegenüber den Marktteilnehmern, wie Auto- und Reifenhersteller, durchsetzen. Das Hauptargument waren Einsparungen für den Kunden, der sich nicht im Bereich Betreuung eines Fuhrparks auskannte.

Der Markt bestimmt das Angebot

Ein weiterer Vorteil für die Unternehmen war: Die Entlastung für die Buchhaltung, da man über die einzelnen Positionen Sammelrechnungen erhielt und nicht mehr jede Rechnung einzeln buchen musste. Kostenkontrolle und Rechnungskonsolidierung waren die Stichwörter. Eine positiver Aspekt bei der Entwicklung des Fuhrparkmanagements. 

Mit dem steigenden Anteil an Leasinggeschäft am Markt erweiterte sich auch das Portfolio der FMG. Zwar lag der Fokus immer noch auf der Abwicklung der genannten Dienstleistungen, zusätzlich begannen die FMG die Finanzraten von Leasinganbietern für den Kunden zu kontrollieren und Angebote miteinander zu vergleichen. Dadurch traten FMG immer stärker als unabhängige Berater und Heilsbringer im Bereich Flottenleasing auf. Sie bildeten einen Gegenpol zu den Leasinggesellschaften, die wiederum die FMG zunehmend als starke Wettbewerber wahrnehmen mussten.

 

Nach gut 30 Jahren Wegstrecke…

Anfang der 2000er Jahre machten es sich die FMG zur Aufgabe, auch Full Service Angebote von verschiedenen Leasinggesellschaften vergleichbar zu machen – ein, wie ich meine, interessanter und gelungener Schachzug. Denn im Dschungel der sich unentwegt neu bildenden Full Service Leasinggesellschaften hatten vielen Flottenbetreiber längst die Über- und Durchsicht verloren. Das Angebot der FMG, die Vielzahl an Angeboten transparent zu machen, haben Unternehmen dankbar angenommen.

Im Grunde verhielt es sich so: Die Leasinggesellschaften übernahmen das Risiko und die FMG ernteten die Lorbeeren. Die Entwicklung des Fuhrparkmanagements ist vollzogen. 

Wir stehen für faire und transparente Beratung

Zurück zur Frage, wer soll Ihr Fuhrparkmanagement steuern? 

Die Situation hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Es gibt längst nicht mehr so viele Leasinggesellschaften wie zu Beginn des 21. Jahrhundert. Auch wurden kaum neue FMG gegründet.

Im Gegenzug entstanden Consulting Firmen, die häufig direkt aus Leasinggesellschaften und/oder FMG hervorgingen: Gesellschaften wie Sixt Consulting (Sixt Leasing) oder Lease Plan Consulting (Lease Plan). Ihr Ziel: die unabhängige Beratung. Zumindest wurde das dem Kunden so verkauft.

Der Ansatz ist richtig. Bevor Sie als Unternehmer eine Entscheidung treffen können, ob bestimmte Dienste von einem externen Dienstleister oder alternativ einer internen Person/Stelle übernommen werden soll, müssen Sie eine Entscheidungsgrundlage haben. Doch es ist nicht auszuschließen, dass Consulting Unternehmen von Leasinggebern eigene Schwestergesellschaften mit ins Boot nehmen. 

Das kann Ihnen bei TF Fuhrpark Consulting nicht passieren.

Von uns erhalten Sie immer eine unabhängige Beratung. Der Preis für diese Beratung wird Ihnen offen dargelegt und ist nicht in einem nachfolgenden Produkt inkludiert. Als Kunde haben Sie im Anschluss an unsere Beratung jederzeit die Möglichkeit, sich für ein internes Fuhrparkmanagement zu entscheiden – oder die Möglichkeit, das externe Fuhrparkmanagement in die Hände eines dritten Anbieters zu legen. Wir meinen das ist vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklung des Fuhrparkgeschäftes und in Zeiten da das Wort „Transparenz“ immer undurchsichtiger wird, eine faire und klare Vorgehensweise.

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